100 Tage ECE-Schlosshöfe Oldenburg

schlosshoefe(mko) Eine Aufwertung des Schlossplatzes und der Einkaufsstadt Oldenburg – das sollte des ECE-Center sein, für das der Abriss des Hallenbades Platz schuf. Das brachte nicht nur die Oldenburger Geschäftsleute, Denkmalschützer und viele Bürger in Unruhe, sondern auch die Lokalpolitik. SPD-Urgestein Dietmar Schütz wollte den Bau von Anfang an durchsetzen. Das kostete ihn das Amt. Er brachte die Grünen gegen sich auf. Die CDU ließ den parteilosen Schwandner antreten und gegen das ECE wettern.

Schwandner gewann knapp und führte wenige Monate eine schwarz-grüne Koalition. Schließlich ließ auch er bauen, aber etwas kleiner als ursprünglich geplant und etwas weiter vom Schloss entfernt. Der Preis für den Ausstieg – Zahlungen an ECE und das Scheitern der Ansiedlung eines schwedischen Möbelhauses wegen der zu geringen Anziehungskraft der Innenstadt – wäre zu hoch geworden. Die Bauzeit für den dreigeschossigen Sandsteinbau betrug etwa zwei Jahre. Er bietet Raum führ etwa 100 Läden und ist komplett belegt. Nach Angaben des Center-Managements kommt auch ein beachtlicher Teil der Besucher aus den Gebieten Delmenhorst und Ganderkesee. Das ECE-Management rechnet mit 25 000 bis 30 000 Besuchern pro Tag Das Meinungsbild unter den Gästen ist anders, als es die Vorgeschichte erwarten lässt.