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Neues LzO-Gebäude am alten Platz – Nur noch die Schlosswache zeugt von der Historie
OLDENBURG (OFF). Offiziell ist es die Filiale Oldenburg der Landessparkasse - schöner aber hört sich – so meint Hans-Guenter Rostalski vom Stabsbereich des Vorstandes – die Bezeichnung Stammhaus an. Allein – von dem 1856 erbauten Gebäude des seit 1786 bestehenden „Generaldirektoriums für das Armenwesen“ ist nur noch das Haus der Schlosswache übrig geblieben – und auch das nur äußerlich.
Bedauern darüber mag sich nicht einstellen, besichtigt man den im Juni eingeweihten Neubau, der in Abstimmung mit der Architektur der Schlosshöfe für 12 Millionen Euro errichtet wurde. Das „Armenwesen“ wird hier nicht mehr verwaltet, wohl aber wird es dem Querschnitt der Oldenburger Kundschaft gerecht, vom Jugendlichen, der ein Girokonto fürs Taschengeld haben möchte bist zum Unternehmer, dessen Vermögen zu verwalten ist.
Der Zweckbau aus den 60er Jahren wurde abgerissen und machte einem Gebäude Platz, das einerseits den Schlosshäfen angegliedert ist, andererseits in das Ensemble zwischen Schloss und Lambertikirche passt. Zwei Jahre wurde gebaut, derweil die Filiale die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in Containern auf dem Schlossplatz untergebracht war. Nicht nur Christian Köhler, Direktor des Privatkundengeschäfts, ist froh, dass diese Zeit vorbei ist. „Ist erst einmal der Schlossplatz fertig, rücken wir ins Zentrum der Stadt“.
Und das tun sie mit einem Gebäude, das beeindruckt aber nicht protzt. Schon der Kundenbetreuungsbereich im Erdgeschoss zeugt von Offenheit und Transparenz – sowohl mit Blick auf die Architektur wie auf das Konzept. Einer Galerie gleich reicht der Blick bis hinauf in die Obergeschosse. Die Kunden werden an Stehtischen empfangen und können bei Interesse auf dem Monitor jede Eingabe verfolgen. Wer seine Belange rasch uns selbst regeln möchte, dem stehen zahrelche SB-Terminals im Eingangsbereich zur Verfügung – inklusive einer Handy-Aufladestation. Ein Novum bei deutschen Banken, „das sehr gut ankommt.“, stellt Christian Köhler fest. „Wir hatten im Juli 600 Nutzer der Station.“
Darüber drei Stockwerke Kundenbetreuung. Vermögensanlagezentrum im ersten Obergeschoss, Private Banking im zweiten, zahlreiche Besprechungsräume im dritten Obergeschoss. Von allen Büros aus bietet sich sowohl den Kunden als nicht zuletzt auch den 60 Mitarbeitern des Stammhauses der Blick auf das Schloss. Besonders schön ist dieser Blick von der Dachterrasse des Hauses aus, auf das man kommt, wen man an einer Veranstaltung teilnimmt, für die ein großzügiger Konferenzraum bereit steht.
Die Historie des Hauses aber spürt der Kunde, wenn er das Servicecenter für die Immobilien- und Versicherungsvermittlung nutzt. Denn das ist in der vollständig sanierten Schlosswache wieder für die Öffentlichkeit zuständig.
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