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Musik und viel zum Staunen auf Tag des Handwerks auch in Oldenburg und Bremen
OLDENBURG (MKO). Am 3. September feiert das Handwerk zum ersten Mal den „Tag des Handwerks“. Er steht unter dem Motto „Deutschland ist handgemacht“ und soll zeigen, wie unverzichtbar das Handwerk für unser modernes Leben ist. Auch in Oldenburg und Bremen wird ein buntes Programm geboten.
Um junge Leute anzuziehen, hat sich die Handwerkskammer in Oldenburg einiges einfallen lassen. Comedian Simon Gosejohann kommt in die Stadt. Die Marching Band „Volle Kanne“ zieht durch die Innenstadt, macht die Bühnenshow und viel Werbung für das Handwerk. Auch Hostessen sind in Oldenburg unterwegs und verteilen Brötchen, Quarkbällchen und andere Leckereien von Oldenburger Bäckern. „Woodkatter“ Bernd Schuhmacher aus Schwerte wirft seine Kettensäge an und formt vor den Augen der Zuschauer mit dem drei PS starken Werkzeug Kunstwerke aus Baumstämmen – Seehunde, Totempfähle und mehr. Von 11 bis 17 Uhr läuft auf einer Bühne am Lefferseck ein buntes Showprogramm. „Wir wollen die Vielfalt und die Kreativität des Handwerks unterstreichen“, so Handwerkskammer-Präsident Wilfried Müller. Allein in Oldenburg beschäftigen 1400 Handwerksbetriebe etwa 10 000 Menschen.
In Bremen präsentiert die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ auf dem Ansgarikirchhof vom 10:15 Uhr bis in die Nacht ein breit gefächertes Musikprogramm. In ihrem und um ihr historisches Gewerbehaus (der Ansgaritorstraße 24) veranstaltet die Handwerkerkammer Bremen einen Gewerbemarkt. Von zehn bis 22 Uhr stellen Handwerker ihre Leistungen vor – darunter Gold- und Silberschmiede, Glasgraveure oder auch Buchbinder und Instrumentenbauer.
„Der Tag des Handwerks ist Teil einer größeren Image-Kampagne, die in diesem Jahr gestartet ist. Es geht darum das Image des Handwerks zu verbessern und auf die demografische Entwicklung zu reagieren“, so Friedrich Wilhelm Fimmen, Sprecher bei der Handwerkskammer in Oldenburg, „Viele Jugendliche haben nur eine Klischeevorstellung vom Handwerk. Sie kennen die über einhundert Ausbildungsberufe nicht.“
Die rückläufigen Schülerzahlen gehen natürlich auch am Handwerk nicht vorbei. „In Oldenburg sieht es noch ganz gut aus. Wir haben sogar steigende Lehrlingszahlen“, so Fimmen, „Die Unternehmen kümmern sich zeitiger. Es gibt einen Wettbewerb um Lehrlinge. Aber die Situation wird nicht besser.“ |