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Die Logistik-Zone des Jade-Weser-Ports soll ganz Europa an den Tiefseehafen binden
OLDENBURG (MKO). Der Jade-Weser-Port hat als erster deutscher Tiefseehafen eine europäische Dimension. Er wird einen Knotenpunkt darstellen, für den Handel zwischen Nordeuropa und Asien. Um jährlich 2,7 Millionen Standardcontainer bewältigen zu können, wird eine 160 Hektar große Logistik-Zone eingerichtet.
Der größte Teil der Logistik-Zone wird vom Güterverkehrszentrum (GVZ) beansprucht. „Wir planen eine bestimmte Struktur anzusiedeln, die für die Fläche und die wirtschaftlichen Strukturen vor Ort Sinn macht“, so Jan Miller, Geschäftsführer der Logistik-Zone. Hierzu gehören natürlich hafennahe Dienstleistungen, Logistik und der Bereich der Kontraktlogistik. „Letzteres umfasst Unternehmen, die für Betriebe die komplette Logistik übernehmen. So hat beispielsweise Becks seine Logistik an die Firma Kieserling übergeben. Allein im geplanten Güterverkehrszentrum in der Logistik-Zone sollen mehr als tausend neue Arbeitsplätze entstehen.
Die Kontraktlogistik am Jade-Weser-Port wird sich primär um Firmen drehen, die mit dem Asien-Handel zu tun haben“, so Miller. Nähere Angaben zu Firmennamen kann der Logistik-Geschäftsführer zurzeit nicht machen, da die Verhandlungen noch laufen. Bekannt gegeben wurde, dass die Firma Nordfrost stolze 20 Hektar für ein Tiefkühl- und Frischeterminal beanspruchen wird. Dort soll außerdem eine Einfuhruntersuchungsstelle die veterinäramtliche und pflanzenschutzamtliche Kontrolle durchführen. „Weitere 20 Hektar sind schon so weit, dass wir die Verträge besprechen“, so Miller.
Der Import und Export von Autos wird weiterhin in Bremerhaven geschehen. Der Jade-Weser-Port ist Anlaufstelle für Container. Mega-Carrier, echte Container-Riesen mit 430 Meter Länge und 16,5 Metern Tiefgang und einem Fassungsvermögen von 12000 Standardcontainern können dort von der Tiede unabhängig ankern und abgefertigt werden. „Über den Hafen läuft alles, was in Container passt. Was importiert wird, wird auf ganz Europa verteilt“, so Miller.
Den An- und Abtransport der Container helfen die Anbindung an das Schienennetz – mit einer 16gleisigen Vorstellgruppe - und die A27. Ein Truck-Service-Center soll Stellplätze für bis zu 200 LKW bereitstellen, sowie Unterhaltungs- und Gastronomiebetriebe, in denen sich Kraftfahrer, Seeleute und Hafenpersonal treffen können.
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