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| Fachkräftemangel ist das größte Risiko |
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„Gemeinsam für Fachkräfte“ das Motto des fünften IHK-Forums in Bad Zwischenahn OLDENBURG (EDE). „Der demographische Wandel ist kein Problem, sondern eine Möglichkeit!“ So sieht Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts die Tatsache, dass die deutsche Bevölkerung aus immer mehr alten und weniger jungen Menschen bestehen wird. Wie diese Möglichkeit auch genutzt werden kann, berieten Vertreter von Unternehmen aus Oldenburg und dem Umland am Freitag beim fünften Forum der Industrie-und-Handelskammer „Gemeinsam für Fachkräfte“. Die Sitzung fand in der Bad Zwischenahner Wandelhalle statt. Als Redner begrüßte Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen IHK, die etwa einhundert Interessierten. „Der zukünftige Fachkräftemangel ist das größte Risiko für die deutsche Wirtschaft“ stellt er fest. Um dem entgegen zu wirken müsse man jünger anfangen zu arbeiten und bis zu einem höheren Alter erwerbstätig bleiben. Darüber hinaus dürfen Frauen nicht mehr durch Familienplanung beeinträchtigt werden. „Sonst fehlen allein im Bereich Oldenburg 24.000 Arbeitskräfte“ prognostiziert Stuke für die Lage in zwanzig Jahren. Im Anschluss stellte der Landrat des Kreises Ammerland, Jörg Bensberg, ein Projekt vor, dass Linderung des Fachkräftemangels verspricht. Mithilfe von Bildungspatenschaften wird in seinem Landkreis schon jetzt erreicht, dass kaum Schüler ihre Laufbahn ohne einen Hauptschulabschluss oder die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz beenden. Danach wurde dem Ehrengast Dr. Straubhaar das Wort übergeben. Für ihn gibt es drei Bevölkerungsgruppen mit großem, ungenutztem Potential. Andere Arbeitsmodelle sind nötig, damit sich Frauen nicht mehr zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen. Älteren Menschen soll dadurch möglich gemacht werden, länger eine Tätigkeit auszuführen. „Der eigentliche Knackpunkt“, so Straubhaar, seien allerdings die Migranten. „Alles andere als eine gelungene Integration ist eine teure Integration“ ist seine Meinung. Die Zwei-oder Mehrsprachigkeit und Kenntnisse anderer Kulturen hält er für sehr wichtige wirtschaftliche Fähigkeiten, denen noch viel zu wenig Betrachtung geschenkt würde. In zwei sogenannten „Themencafés“ standen abschließend noch Arbeitgeber und Experten für Diskussionen und Fragen offen. |